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Paris: Historisch heiße Luft

Paris ist zu Ende
Von „historisch“ bis zu „Ein Sieg für die ganze Welt!“ – angesichts der Lobeshymnen, die zum Ende des nunmehr 21. Weltklimagipfels gesungen werden, gewinnt man ja fast den Eindruck, in Paris wurde der Stein der Weisen oder Aladins Wunderlampe gefunden – einmal reiben und wusch, das Problem des Klimawandels ist passee. Doch sehen wir uns mal abseits des ganzen Politker-Blablas an, was im neuen Klimavertrag überhaupt drinsteht. Verdient dieser wirklich den Stempel „historisch“?

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Das 2°-Ziel in Bildern

In Paris soll also ein neuer Klimavertrag ausverhandelt werden, mit dem Ziel, die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius (im Vergleich zur vorindustriellen Zeit) zu beschränken. Doch was passiert, wenn uns das nicht gelingt? Machen wir weiter wie bisher und verbrennen Kohle, Erdöl und Erdgas als gebe es kein Morgen, so werden aus diesen zwei Grad bis zum Jahr 2100 vier – mit dramatischen Auswirkungen, unter anderem ein stetig ansteigender Meeresspiegel. Aber seht selbst:


Dieser Artikel ist Teil des Schwerpunkt-Themas zur Weltklimakonferenz Auf nach Paris!
Eine Auflistung aller Artikel findest du hier.

Auf nach Paris!

Im Dezember 2015 treten die Nationen dieser Welt in Paris zusammen, um über das Schicksal unser aller Welt zu entscheiden: Ein neuer Klimavertrag muss her – das berühmte Kyoto-Protokoll läuft nämlich mit 2020 aus. Ein schwieriges Unterfangen, denn die bisherigen Klimakonferenzen zeigen nur allzu deutlich: Politik und Wirtschaft verstehen es perfekt, nationale Interessen vor das Wohl aller zu stellen und blockieren damit alle Bemühungen, den Klimawandel effektiv zu bekämpfen.

Doch wie ist es eigentlich zu Kyoto gekommen und was steht da drinnen? Was müssen die Ziele von Paris sein? Und: Lässt sich der Klimawandel überhaupt noch verhindern? Fragen über Fragen, denen ich diesen Schwerpunkt widmen möchte, bevor es kurz vor Weihnachten heißt: Auf nach Paris!

Teil 1: Aufruf zum Kampf: Der erste Meilenstein – in Österreich gesetzt!
Teil 2: Die Entdeckung des Klimawandels: Nobelpreisträger auf Irrwegen.
Teil 3: Der Callendar-Effekt – des Klimawandels erster Beweis?
Teil 4: Keelings CO2-Messung: Eine Kurve verändert die Welt.
Teil 5: Von Villach über Toronto, Genf, Rio bis Berlin: Der Weg nach Kyoto.
Teil 6: Das Kyoto-Protokoll – Nichts mehr als ein zahnloser Tiger!
Teil 7: Erfolg oder Niederlage? – Kyoto auf dem Prüfstand.
Teil 8: Was, wenn Paris kein Erfolg wird? Das 2°-Ziel in Bildern.
Teil 9: Historisch heiße Luft – der neue Weltklima-Vertrag von Paris auf dem Prüfstand.

Ein zahnloser Tiger

Meilenstein wie Farce
Es gilt als DIE Errungenschaft im Kampf gegen den Klimawandel, als Meilenstein der Klimapolitik: Das Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen – oder kurz das Kyoto-Protokoll. Kaum ein internationaler Vertrag wurde so schwer erarbeitet! In Wirklichkeit aber ist das Protokoll nichts anderes als eine Farce, fast eine Schande für die Menschheit; die darin enthaltenen Ziele waren bereits 1997 umweltpolitisch kaum noch relevant. Doch alles der Reihe nach. Was steht da drinnen, in diesem ominösen Protokoll?
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Der Weg nach Kyoto

Utopischer Ambitionismus
Als im Jahre 1985 erstmals zum Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen wurde (siehe Der erste Meilenstein), waren die empfohlenen Maßnahmen1 höchst ambitioniert, ja fast schon utopisch: Reduktion der globalen CO2-Emissionen um bis zu 66%! Nun, mal abgesehen davon, dass wir heute beim genauen Gegenteil stehen (etwa 66% PLUS!) – bis Kyoto blieb von diesem ehrgeizigen Ziel praktisch nichts übrig. Und das, trotz berühmter Mitstreiter wie Margaret Thatcher oder Angela Merkel … Weiterlesen